Du rennst nur gegen Mauern.
Dein Blut rinnt in den Regenschacht -
wer sollte dich Bedauern?
Man schaut dich an und sieht dich nicht,
obwohl du lauthals aufschreist.
Du leuchtest zwar, doch stockt dein Licht,
weil Finsternis dich einkreist.
Dein Weg verlangt Veränderung,
doch steckst du tief im Käfig.
Man füttert dich mit Angst und Dung,
das stellt dich ruhig, macht schläfrig.
Am Tunnelende flackert schon
die Kerze - wie verheißen.
Doch leise flieht die Kraft davon,
die Kraft, sich durchzubeißen.
Verbleibe fatalistisch kühl,
verlach' die eignen Fehler!
So bleibt ein letztes Hochgefühl,
im Land der grauen Täler.

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