Montag, 18. Juni 2012

Meine Hölle

Morgens steh ich munter auf,
will den grauen Tag umarmen,
doch im weiteren Verlauf,
zeigt mein Schwindel kein Erbarmen.

Aus dem Nichts ergreift er mich,
heimtückisch lässt er mich zaudern –
Pläne überwerfen sich,
an mir nagt ein kaltes Schaudern.

Meine ich, es ginge gut,
wirft mein Kopf mich aus der Richtung.
Ich verliere jeden Mut,
in mir kichert die Vernichtung.

Vor mir sitzt die Schülerschar,
ich dozier’ in vollen Zügen,
plötzlich wird mein Alptraum wahr
und mein Schein hört auf zu trügen.

Nun sortier’ ich mein Programm,
denke nach, im Schwindel stockend.
Hände scheinen kalt und klamm,
Meister Tod thront vor mir, lockend

Ich ersinne einen Plan,
Gruppenarbeit kann mich retten!
Sehen Sie es mir wohl an?
Kann ich noch die Wogen glätten?

Einmal noch entkomme ich,
mag nicht, dass sie mich so sehen.
Schwäche scheint mir fürchterlich,
drum will ich allein vergehen.

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